Konzertkritik: "A HAPPY NEW YEAR 2010" - Walt Kracht & his Orchestra

20. Januar. 2010 00:00

Von: Winfried Mokrus


Kategorie: Startseite

Bothfelder Walt Kracht & his Orchestra boten Neujahrs-Swing vom Feinsten



Bothfelder Bigband auf neuem Kurs: Walt Kracht and his Orchestra



Peter Petrel: Charmeur mit 70



Bwalya Cimfwembe - attraktiv und stark bei Stimme



Das Orchester zog mit (Alle Fotos W. Beermann -> Fotogruppe im Kulturtreff Bothfeld)


Der Bothfelder Walt Kracht und sein Bigband-Orchester haben wieder zugeschlagen: Am 16. Januar 2010 erklang  sein Neujahrskonzert "A HAPPY NEW YEAR" im Großen Sendesaal des Landesfunkhauses Niedersachsen des NDR.  Dabei präsentierte Walt Kracht & his Orchestra + Strings im Großkonzert ein neues Programm in Form eines fröhlichen, unterhaltsamen, bunten Nachmittags mit moderner internationaler Tanz- und Unterhaltungsmusik im Big Band Sound und Gesangsbeiträgen.

 

Besonders der weibliche Gaststar Bwalya Chimfwembe (was für eine Name!) des Abends wirkte dabei wie ein Magnet. Gute Laune verspühend und mit Stimmgewalt kam sie mit den Klassikern "Papa-Pata"  und "The Lion sleeps tonight" beim Publikum sofort prächtig an. Als später dann noch ihre Version von Whitney Houstons "I will always love you" erklang, hatte sie das Publikum für sich eingefangen.

 

Peter Petrel, regelmäßig als männlicher Stargast bei Krachts Konzerten mit dabei,
schien hingegen ein wenig die Stimme in den Höhenlagen abhanden gekommen zu sein. Oder war ein feucht-fröhlicher Abend  davor an allem Schuld? Walt Krachts Bigband konnte jedoch helfend unterstützen und mit dem Charme der Routiniers konnten die Stimmprobleme Petrels überkompensiert werden. Ein wenig neben der Spur lag auch charmante Moderator Rüdiger Wolff, dessen Wortwahl die Pointen manches guten Witzes zunichte machte. Und um die Kritik voll zu machen: der lustlose Tango des von der Tanzschule Bothe stammenden Tanzpaares (es brach das Tanzen vor Ende des Stückes ab) verwirrte. Dennoch, Krachts Bigband Orchester war groß in Form, es zeigte sich, dass es trotz des Fußballspiels von Hannover 96 in der gegenüberliegenden AWD-Arena und des abendlichen Konzerts von André Rieu seine Hörerschaft findet.

 

"Walt Kracht & his Orchestra + Strings" spielten also gut und solide; das nicht mehr ganz so junge Publikum im fast ausverkauften  Sendesaal des NDR kam schnell in Stimmung. Es wurde getanzt, geklatscht und geschunkelt. Insbesondere das vor der Pause gespielten DJ Ötzi Songmedley u.a. mit "Ein Stern, der Deinen Namen trägt", brachte das Publikum auf Trab. Nach der Pause kam dann die Stunde der Solisten (Trompete, Klarinette, Saxophon) und von Anton Stöver, dem Schlagzeuger. Letzterer brachte es zu Standing Ovations und lies lächelnd die Zustimmung des Publikums nach seinem schwungvollen Schlagzeugsolo auf sich niederprasseln. Am Ende erklangen die George Gershins und Glen Millers Klassiker, auch hier spielte Kracht´s Orchester ohne Fehl und Tadel. Als Zugabe kam dann die Altberliner Melodie "Kleine Mädchen müssen schlafen gehen" zu Gehör.

Walt Kracht war seinem Konzert zufrieden: " Wir werden immer besser! Das nächste Mal möchte ich vielleicht die Streicher noch ein wenig verstärken und einen zusätzlichen Percussionisten an der Hand haben."  Wir sind gespannt, ob es klappt.

 

Weitere Fotos vom Auftritt der Bigband finden sich übrigens im eigenständigen Bereich der Fotogruppe im Kulturtreff Bothfeld, also hier im Stadtteil-Gemeinschaftsportal Bothfeld (siehe dazu rechts in der "Bildergalerie"!).

------------------------------------------------------------------------------------------------------ 

Auch in Hannovers Tageszeitung NP fand sich Lob. Wir geben die dortige Konzertkritik vom 18.01.2010 wieder:

 

Walt Kracht - mit Swing und Klassik -
HANNOVER. Hallo, er kann auch singen: "I Got Rhythm, I Got Music" von George Gershwin brachte Rüdiger Wolf. Eigentlich sollte er das Neujahrskonzert von Walt Kracht & his Orchestra & Strings im Großen Sendesaal des Funkhauses nur moderieren. Es war schon eine kleine Überraschung, dass der Bandleader den Schauspieler mitgenommen hatte ins Musikprogramm – einen Mix aus Pop, Klassik, Swing und viel guter Laune. Die gabs auch von Peter Petrel. Der Stammgast von Walt Kracht swingte „Beyond the Sea“ und brachte die 1.000 Zuschauer mit seinem Hit "Oh Hamburger Deern" in Schunkellaune. Bwalya Cimfwembe, seit 2005 Sängerin der Bigband der Bundeswehr und weiblicher Stargast des Abends, begeisterte unter anderem mit „The Lion Sleeps Tonight“ und „I Will Always Love you“ von Whitney Houston. Höhepunkt war das Orchester selbst. Bei „Oh when the Saints Go Marching in“ und dem Schlagzeugsolo von Anton Stöver bebte die Halle und das Publikum bedankte sich mit Standing Ovations."